Bergbauernhilfe in Südtirol

Bergbauernhilfe in Südtirol

Gemeinsam am Berg – Unser einwöchiger Einsatz für die Bergbauernhilfe in Südtirol

„Wenn man abends erschöpft, aber mit einem unglaublich guten Gefühl im Bett liegt, dann weiß man, warum man hier ist.“ – Dieser Satz einer Schülerin fasst das Erlebte während unserer Projektwoche in den Pfingstferien vielleicht am besten zusammen. Unser Ziel war Südtirol, unsere Aufgabe: aktiv mit anpacken, wo Hilfe dringend nötig ist.

Mehr als nur ein Arbeitseinsatz

Seit 1996 setzt sich der Verein Freiwillige Arbeitseinsätze in Südtirol dafür ein, Bergbauern in schwierigen Lebenslagen durch ehrenamtliche Unterstützung zur Seite zu stehen. Für uns als Fachoberschule unter der Trägerschaft der Erzdiözese München und Freising war es uns ein Herzensanliegen, diesen Gedanken der Solidarität und Nächstenliebe nicht nur im Unterricht zu thematisieren, sondern durch Taten erfahrbar zu machen.

Eine ganze Woche lang haben unsere Schülerinnen und Schüler den Alltag im Tal gegen die harte, ehrliche Arbeit am steilen Hang getauscht. Dabei ging es nicht um touristische Kulisse, sondern um echtes, mitunter körperlich forderndes Engagement. Ob bei der Instandsetzung von Weidezäunen, bei der Heuernte oder bei anderen anstehenden Arbeiten am Hof – unsere Jugendlichen waren mittendrin.

Einblicke, die bewegen

Die Woche war geprägt von der Begegnung mit einer Lebenswelt, die unseren Schülern im urbanen Alltag meist fremd ist. Sie haben hautnah erlebt, wie viel Arbeit, Ausdauer und Demut es erfordert, einen Bergbauernhof unter oft schwierigen topografischen Bedingungen zu bewirtschaften. Das Wissen, dass ihre Hilfe für die betroffene Bauernfamilie eine echte Entlastung darstellt, hat die Motivation bei jedem Handgriff spürbar erhöht.

Besonders wertvoll waren die Gespräche in den Pausen oder am gemeinsamen Abendtisch. Hier wurde aus dem „Helfen“ ein menschliches Miteinander. Die Schülerinnen und Schüler lernten dabei nicht nur viel über Landwirtschaft und das Leben in den Bergen, sondern vor allem auch etwas über sich selbst: über die eigenen Grenzen, den Wert von Teamarbeit und das befriedigende Gefühl, einen sichtbaren Beitrag geleistet zu haben.

Ein unvergessliches Kapitel

Diese Woche in den Pfingstferien war mehr als nur eine Projektwoche. Sie war eine Schule fürs Leben, die unsere Werte als katholische Schule – soziale Verantwortung, Gemeinsinn und respektvoller Umgang mit der Natur – auf eine wunderbare Weise geerdet hat. Unsere Schülerinnen und Schüler sind mit einer neuen Perspektive zurückgekehrt, die sie sicher noch lange begleiten wird.

Ein herzliches Dankeschön an Monika Thaler und ihr Team, die diesen Einsatz möglich gemacht haben, und ein besonders stolzer Gruß an unsere Schülerinnen und Schüler, die diese Woche mit so viel Herz und Einsatzfreude zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben.

Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Mal, wenn es wieder heißt: Gemeinsam anpacken, gemeinsam wachsen.